Winterbach statt Kornberg

Einige Zitate aus unserer letzten Freizeit. Ursprünglich auf dem Kornberg geplant – mit Zelten – aber aufgrund der Wetterprognose nach Winterbach verlegt.

Bei gemeinsamen Lagerfeuer, grillen die  Jugendliche Marshmellows. Einer von ihnen steckt sich eine größere Menge in den Mund und sagt, nachdem er geschluckt hat: “…wenn dann die Marschmellows am Boxsack anschlagen….”  [gemeint mit Boxsack ist das Zäpfle im Rachen].

Auf der Fahrt: „Ich geh die nächsten zwei Tage nicht kacken, weil es ist doch voll peinlich, wenn man auf dem Klo sitzt und dann stickt es und es kommt jemand rein. Bei der letzten Freizeit war ich vier Tage nicht“. Viel Zustimmung von den Kollegen im Bus. Als am nächsten Tag jemand einen kräftigen Furz lässt und alle mit Tüchern vor der Nase rumlaufen, und sämtliche Fenster aufgerissen werden, bekennt sich eben derjenige stolz zu seiner Tat, der auf der Hinfahrt von der Peinlichkeit stinkender Sitzungen auf dem Klo erzählt hat. Beim furzen scheint der Gestank kein Problem zu sein.

Die Vergangenheit von „sie schreit“ ist: „sie schrut“

Bei einem Spiel, bei dem man die Identität „bekannter“ Leute annehmen muss, ist ein Mitarbeiter Anette Schavan. Keiner der Jugendlichen hat auch nur den Hauch einer Ahnung, wer das sein könnte. Als der Mitarbeiter erraten wird und erklärt, dass Frau Schavan die Bundesbildungsministerin war (bis vor kurzem), herrscht großes Rätselraten, was das denn überhaupt sein soll – eine Bundesbildungsministerin…

Im Schwimmbad: Ein Mitarbeiter gibt einige wichtige Informationen: “… um 15.45 Uhr treffen wir uns wieder hier am Ausgang. Seid bitte pünktlich, weil sonst müsst ihr nach zahlen“.” Als eine MA noch hinzufügen will, dass sich alle an die Baderegeln sollen, haben die Jugendlichen schon längst abgedreht. Ein Jugendlicher dreht sich um: “Und wann sollen wir hier wieder sein?”

Nochmal im Schwimmbad: In der Sammelumkleidekabine ergibt sich ein Gespräch – wie eklig es sei, wenn man ohne Unterhose in die Badehose rein steigen muss. Auf meine Nachfrage, wie ich das verstehen muss:“Ich lass immer meine Unterhose an, wenn ich die Badehose anziehe!“  –  KEIN Kommentar Smiley

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Erlebt 7

Ich sitze zuhause. Mein Phon klingelt. Eine Mitarbeiterin aus dem Makarios ist dran.

„Andreas, bei mir ist #. Er sagt, dass im Makarios eingebrochen worden sei und dass dort Jugendliche sich herumtreiben.“
„Oh nein. Kannst Du rüber gehen und schauen was da dran ist?“
„Klar mach ich. Ich dachte nur ich frag mal, nicht dass vermietet ist oder so.“
„Ne, vermietet ist nicht. Rufst mich dann an, wenn Du was weißt.“
„Klar. Bis dann.“

Ich warte. Bin etwas angespannt. Nach 10 Minuten klingelt es wieder. Es ist wieder die Mitarbeiterin.

„Also es scheint so, dass # selber, die Kinder rein gelassen hat. Es war wohl eine Tür nicht richtig zu. # hat das bemerkt und dann diese Tür von außen geöffnet und seine beiden Freunde rein gelassen. Die sind aber jetzt alle weg, bis auf #.“
„Hm, da haben ** nicht richtig aufgepasst und # hat es ausgenutzt. Ziemlich ärgerlich.“
„Ja ärgerlich.“
„Wie kommt # auf die Idee, sowas zu machen? Ist der noch bei Trost?“

Ich bin voll geladen und würde # am liebsten zwischen meinen Händen zerreiben.

„Schick # nach Hause und mach bitte alles zu. Ich werd ihn mir Morgen mal vorknöpfen.“
„OK. Bis dann.“

Am nächsten Tag rede ich mit den Mitarbeitern, die am betreffenden Tag Dienst hatten um heraus zu finden, was sich zugetragen hat. Schlußendlich ergibt sich folgendes Bild:

# hat sich, mit dem Vorwand, sein Handy im Haus vergessen zu haben noch einmal Zutritt zum Makarios verschafft, als schon alles abgeschlossen war. Er wurde eingelassen und hat dann die Hof-Türe von innen geöffnet, so dass sie  von außen aussieht wie geschlossen, aber geöffnet werden kann. Dies mit der klaren Absicht, sobald die anderen MA weg sind, mit seinen Freunden ins Makarios ein zu dringen. Als er wieder draussen war und die MA weg gegangen, hat er über unseren Hof das Haus wieder betreten und zwei seiner Freunde eingeladen, das Makarios mit ihm zu „nutzen“. Irgendwann hat er entweder Schiss bekommen, oder aber wollte er sich „wichtig“ machen und ist zu D. rübergelaufen um ihr zu „petzen“ , dass ins Makarios „eingebrochen“ wurde und noch zwei der Kinder dort seien. Er hat wohl nicht gedacht, dass wir miteinander sprechen und letztlich herausfinden was wirklich passiert ist. Sein Motiv ist uns (und ich denke auch ihm) unklar geblieben. Aber seine Strafe hat er willig in Kauf genommen und so letztlich wieder Vertrauen erarbeitet.